
Katzenhilfe Schweiz
Als wir vom Aargau ins Zürcher-Unterland umgezogen sind, lebten wir 4 Jahre neben einem Bauern. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, dass es leider auch in unserer Schweiz immer noch Bauern gibt, für die Katzen nichts wert sind.
In diesen 4 Jahren haben wir sehr viel Leid gesehen, Katzenmütter die immer wieder Babys geboren haben - weil man nicht kastrieren durfte.....dann die Babys in zum Teil so schlechtem Zustand (auch die erwachsenen Katzen), dass wir immer wieder notfallmässig zum Tierarzt mussten. Wir haben Katzenbabys geschöppelt (wer dies schon mal gemacht hat, weiss von was ich spreche......) Katzen aufgepäppelt, x-Medis gegeben und dann falls die Kleinen überlebt haben, sind sie kastriert worden. Die Kastrierungen haben wir dann einfach doch gemacht, weil es das einzige ist, um das Katzenelend zu lindern.
Futter und Futter gekauft - die Bäuerin gab nur altes Brot mit Milch!!!
Auch mussten wir sehr viel Abschied nehmen - es ist sehr hart, wenn man x-Wochen ums Ueberleben kämpft und am Schluss die Katze trotzdem stirbt.......wie auch "Jimmy" wir haben ihn aufgepäppelt und er ist nur 2 Tage nach der Kastration überfahren worden.
Einmal wurde eine Katze von einem Auto auf dem Hof angefahren und diese Person ist einfach weggefahren........zum Glück hatte "Buba" ein solches Vertrauen in uns und wir konnten ihn aus dem Versteck herauslocken. Wieder notfallmässig zum Tierarzt und die Diagnose war Beckenbruch!! Dies hiess, dass sich Buba eine lange Zeit nicht bewegen durfte, damit dies wieder verheilte. Also entweder in einem Käfig oder in einem Zimmer. Wir wussten ja nicht, wie sich Buba plötzlich in einem Haus bzw. Zimmer verhält?! Er war von einer solchen Dankbarkeit und blieb einfach diese Zeit (es waren glaube ich 2 Monate) in diesem separaten Zimmer und lag zufrieden dort und der Bruch ist verheilt. An einem morgen lag er plötzlich im Gang und hat ganz schwer geatmet....ich habe gedacht, dass er einfach einen schlimmen Katzenschnupfen hatte - doch leider kam alles anders. Ich fuhr um 07:00 Uhr gleich zum Tierarzt und musste Buba dortlassen, sie hat mir gesagt, dass es nicht gut ausschaut........um 08:45 Uhr bekam ich dann das traurige Telefon, dass sie ihn einschläfern mussten - kurz bevor er sonst erstickt wäre! Er hatte wahrscheinlich schon lange einen Tumor........ich begriff die Welt nicht mehr - es kann doch nicht sein, dass wir Buba gerettet haben, der Beckenbruch geheilt ist und jetzt ist er gestorben? Meine damalige Tierärztin hat mir etwas ganz Wichtiges gesagt, das ich natürlich in diesen Minuten nicht wahrhaben wollte - sie sagte "Buba hat in dieser kurzen Zeit bei ihnen ein schönes Katzenleben gehabt und ist zu ihnen gekommen, dass er in Würde sterben kann"......
Wir haben sehr sehr viel erlebt in dieser Zeit und es hat uns auch sehr mitgenommen - was mich aber am Schluss sehr freute, ich durfte die "Lieblingskatze" der Bäuerin kastrieren und dies hat meiner Seele sehr gut getan.
Als dann die Bauern Eigenbedarf an unserem Haus anmeldeten, mussten wir uns nach einem neuen Zuhause umsehen und kamen dann so nach Weiach und wir leben jetzt auch schon 8 Jahre hier.
Auch hier haben wir Futterstellen für die Katzen eingerichtet. Auch haben wir ein Katzenhäuschen gebaut, es isoliert und mit viel Stroh gegen Kälte ausgestattet (im Sommer ist das Häuschen das Quartier der Igel....). Auch hier hat es halt Bauernhofkatzen, die den Weg zu uns gefunden haben. Sicher ist es nicht so schlimm wie am alten Ort, doch auch hier werden wir unsere "Arbeit" fortsetzen.
Oben auf dem Fotos, dass ist der "Sämi" in unserem Garten, er hat immer mehr Vertrauen zu uns und sobald ich ihn einfangen kann, wird auch er kastriert.
Muzie (sie ist über die Regenbogenbrücke gegangen)

Muzie war immer bei uns und anfangs 2008 wollte sie zu uns ins Haus reinkommen! Natürlich durfte sie rein, wir haben ihr Futternapf mit Wasser, Kistli und Bettli hingestellt. Sie blieb dort fast 3 Wochen lang und geniesste es sichtlich.......dann wollte sie plötzlich rausgehen - sie schaute nocheinmal zu uns und dann haben wir sie nie mehr gesehen......mach's gut liebe Muzie, du hast uns soviel gegeben.
DANKE, dass Du uns eine Weile begleitet hast.
Fatima (sie ist über die Regenbogenbrücke gegangen)

Fatima kommt auch immer zu uns in den Garten und geniesst ihr Futter - sie ist ziemlich scheu, doch sie ist kastriert und da sind wir natürlich sehr froh darüber. Sie ist eine ganz zierliche liebe Katze.
Seit Cleo's Tod ist Fatima sehr sehr viel bei uns auf der Terrasse und schläft in ihren Körben.
Fatima ging es anfangs 2011 nicht gut und unsere Nachbarin hat sie bei einer Scheune gesehen........wir haben gesucht, doch nichts gefunden......nach 2 Tagen hat mir meine Nachbarin Fatima tod übergeben.....ich habe sie dann ins Krematorium gebracht und nun ist sie mit Cleo in der gleichen Urne bei uns zuhause.
DANKE, dass Du uns eine Weile begleitet hast!
Cleo (sie ist über die Regenbogenbrücke gegangen)

Cleo ist auch schon eine lange Zeit bei uns im Garten und geniesst das Futter und Wasser. Auch sie ist kastriert. Nach einiger Zeit fing ich an zu probieren sie zu streicheln - ganz langsam und immer wieder für kurze Zeit. Heute ist sie sehr viel bei uns und miaut nach den Streicheleinheiten......sie verteidigt auch unseren Garten gegenüber anderen Katzen.
Ende letztes Jahres (2010) wollte sie unbedingt zu uns ins Haus kommen - wir haben ihr ein schönes Zimmer gemacht - nach 2 Tagen wussten wir warum sie zu uns reinwollte - sie starb an Nierenversagen.
DANKE, dass Du uns eine Weile begleitet hast.
Wir werden weiterhin die Bauernhofkatzen unterstützen.
